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Kaltenkirchen

Karrieretipps
Online-Bewerbung

Im öffentlichen Dienst sind Onlinebewerbungen noch nicht so verbreitet. Eine gesicherte elektronische Bearbeitung und Weiterleitung der E-Mail-Bewerbungen über entsprechende Fachverfahren an die zu beteiligenden Stellen innerhalb der Verwaltungen ist häufig nicht gewährleistet. Deshalb werden sie zur weiteren Verwendung oftmals ausgedruckt, wodurch der individuelle Charakter einer Bewerbung verloren geht. In vielen Verwaltungen ist es derzeit noch einfacher, Bewerbungen in Papierform zu bearbeiten, denn über die Personalauswahl entscheiden in der Regel nicht nur die Personalverantwortlichen. Vielmehr sind Personalrat, Gleichstellungsbeauftragte, Schwerbehinderten-vertretung und ggf. Jugend- Ausbildungsvertretung bei Stellenbesetzungsverfahren zu beteiligen. Diese Stellen verschaffen sich ebenfalls einen Eindruck Ihrer Bewerbung. Deshalb bietet die herkömmliche schriftliche Bewerbung nach wie vor für den Bewerber/die Bewerberin die optimale Möglichkeit, sich individuell zu präsentieren.
Sofern in den Stellenanzeigen eine E-Mail-Adresse angegeben ist, ist aber davon auszugehen, dass eine Bewerbung auch per E-Mail oder Website möglich und erwünscht ist.
Was ist bei Online-Bewerbungen zu beachten?
Bewerbung per E-Mail
Die Bewerbung besteht aus einer E-Mail und einem Anhang. Im Betreff sollte deutlich werden, worum es geht, z.B.: „Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Verwaltungsfachangestellte“. Sofern ein/e Ansprechpartner/in bekannt ist, sollte diese/r unbedingt genannt werden. Achten Sie dabei auf die richtige Schreibweise. Verzichten Sie auf eine „Lesebestätigung“ und eine HTML-Formatierung und denken Sie daran, dass Ihre vollständigen Kontaktdaten in der E-Mail enthalten sind.
Im Anhang fügen Sie den Lebenslauf, die Zeugnisse und das Bewerbungsfoto bei. Auch das Anschreiben kann dem Anhang beigefügt werden. Als Dateiformat empfiehlt sich das PDF-Format. Der gesamte Anhang sollte 2 MB nicht überschreiten. Die Dokumente sollten möglichst nicht einzeln versandt, sondern in einer PDF-Datei zusammengefügt werden. Die übliche Reihenfolge des Anhangs ist:
- Anschreiben
- Deckblatt
- Lebenslauf (mit Bewerbungsfoto als Grafik-Datei oben rechts eingebunden)
- Sämtliche Arbeits-, Ausbildungs- und Schulzeugnisse
- Zertifikate und Bescheinigungen (chronologisch sortiert, das Aktuellste zuerst)
Bewerbung mit Online-Formular
Auf der Website der Firma/Kommune ist ein spezielles Formular eingestellt, das vom Bewerber / von der Bewerberin direkt auszufüllen ist. Bevor das ausgefüllte Formular abgeschickt wird, sollten Sie es ausdrucken, damit Sie noch wissen, was Sie geantwortet haben und den Bogen ggf. zu einem Vorstellungsgespräch mitnehmen können. Auch bei Online-Formularen gibt es in der Regel die Möglichkeit, zusätzliche Anhänge (Lebenslauf, Zertifikat etc.) hochzuladen. Das sollte insbesondere dann genutzt werden, wenn der eigene Werdegang nicht so gradlinig verlaufen ist und aus dem Lebenslauf noch Erläuterungen hervorgehen.
Bewerberwebsite
Diese Variante der Onlinebewerbung ist eher in künstlerischen und kreativen Berufen vorzufinden. Hierbei wird an die/den jeweilige/n Personalverantwortliche/n eine E-Mail mit dem link zur persönlichen Website gesendet. Aus der Website sollten Informationen zur Person, zu den beruflichen Aktivitäten und Qualifikationen hervorgehen. Außerdem sollte deutlich werden für welche Position ein Interesse besteht. Zeugnisse, Referenzen etc. sollten auf der Website in einer separaten Datei zusammengestellt sein.
Quelle: Bewerberbungsknigge, www.jobmixer.com, aktuelle Berufschance, Magazin zum Ausbildungs- und Studienbeginn 2011, www.aktuelle-berufschance.com

